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| Geschichte
des Hohentwiel |
Der bekannteste Hegauberg Hohentwiel (688 ü.d.M.) war vor rund 9 Millionen
Jahren als Vulkan tätig. Die große Spitze besteht aus Phonolith-Klingstein.
Während der Eiszeit erhielt der Berg seine jetzige Form.
Der Hohentwiel beheimatet auch die größte Burgruine Deutschlands (9,92 ha).
Im Westen befindet sich das höchstgelegene zusammenhängende
Weinbaugebiet Deutschlands. Die Besteigung des Hohentwiels und die
Besichtigung der Ruinen ist ein Erlebnis für jeden Besucher. Belohnt wird
der Aufstieg mit einem Blick über den gesamten Hegau zum nahegelegenen
Bodensee und der Alpenkette.
Jährlich findet im Juli das weit über die Grenzen hinaus bekannte
Hohentwielfest statt.
Ein wahres "Paradies" ist der
"Hontes", wie der Hohentwiel liebevoll von den Hegauern genannt wird,
für Naturfreunde.
Das Naturschutzgebiet auf dem Hohentwiel beherbergt heute sehr viele seltene
Pflanzen aus verschiedenen Herkunftsgebieten und Klimazonen.
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Zeitliche Übersicht
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8. - 10. Jahrhundert
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im Eigentum der alemannischen Herzöge und fränkischen
Könige.
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912
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erste urkundlich erwiesene Befestigung.
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915
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erste (vergebliche) Belagerung durch Könige Konrad 1., der
Versuch der Errichtung eines schwäbisch-alemannischen Herzogtums durch die
Kammerboten Berchthold und Erchanger scheitert.
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955 - 973
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zeitweiliger Wohnsitz Herzog Burkhards II. von Schwaben und
seiner Gemahlin Hadwig.
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ca. 970
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Gründung eines Georg-Klosters auf dem Hohentwiel, um 1005
nach Stein am Rhein (heutige Schweiz verlegt).
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973 - 994
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Witwensitz der Herzogin Hadwig.
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994 und 1000
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hält sich Kaiser Otto III. zur Nachlassregelung auf dem
Hohentwiel auf.
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11. Jahrhundert
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im Besitz der Herzöge von Zähringen.
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1079
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stirbt Adelheid, Gattin des Königs Rudolf von Rheinfelden
auf dem Hohentwiel.
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1086
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gewinnt der St. Galler Abt Ulrich von Eppenstein den
Hohentwiel.
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1122 - 1135
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ziehen die Herren von Singen auf den Twiel und nennen sich
von da ab "von Twiel".
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1267
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urkundet Ulrich von Klingen genannt von Twiel.
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1300
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verkaufen die Freiherren von Klingen den Hohentwiel an die
Herren von Klingenberg.
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1464
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Belagerung des Hohentwiels in der Werdenberger Fehde.
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1511
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gewährt Hans Heinrich von Klingenberg dem Herzog Ulrich von
"Wirtemberg" ein Öffnungsrecht.
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1521
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übergibt Hans Heinrich dem landesvertriebenen Herzog Ulrich
den Hohentwiel.
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1538
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Kauf den Hohentwiels durch Herzog Ulrich von Wirtemberg.
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1552 - 1568
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Bau der Fürstenburg anstelle des Ritterhauses durch Herzog
Christoph.
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1568 - 1593
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Bau des Rondells Augusta.
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1634
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wird Major Konrad Widerholt Kommandeur des Hohentwiels.
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1635 - 1644
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hält der damals uneinnehmbare Twiel 5 schweren Belagerungen
stand.
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1700 - 1800
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Strafplatz für wichtige Staatsgefangene
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1800
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kampflose Übergabe am 2. Mai an die Franzosen unter General
Vandamme durch die Kommandeure Generalmajor von Bilfinger und Oberstleutnant von
Wolff.
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1800 - 1801
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Sprengung und Zerstörung der Festung (10.10.1800 bis
01.03.1801) durch die Franzosen
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1830 -1837
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Ottmar F.H. Schönhuth, Pfarramtsverweser und erster Chronist
des Hohentwiels.
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1854
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Josef Viktor von Scheffel auf dem Hohentwiel (Roman:
"Ekkehard")
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1850
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werden die württembergischen Krongüter Hohentwiel und
Bruderhof Teilgemeinden der Stadt Tuttlingen (1933 dahin eingegliedert)
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1967
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werden die Exklave Bruderhof (267ha),
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1969
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die Exklave Hohentwiel (116ha) wird in die Gemarkung Singen
eingegliedert.
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